„Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich so spät melde, aber die letzten drei Tage bin ich abends nach der Arbeit einfach nur müde ins Bett gefallen“, so oder ähnlich erlebten einige Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 11 die ersten Tage ihres Betriebspraktikums.

 

Spannend, anders als erwartet, total interessant oder auch eher langweilig, die Erfahrungen sind unterschiedlich und hängen stark vom gewählten Praktikumsplatz und der eigenen Einstellung ab, so Anne-Kathrin Borchers, die als Politiklehrerin in Jahrgang 11 im Rahmen der Berufsorientierung die Jugendlichen betreut.

Nicht jede/ r macht nur positive Erfahrungen, aber über eigene Vorstellungen vom späteren Arbeitsleben nachzudenken beginnt in diesen Tagen jede/r: Kann ich mit Schichtarbeit umgehen und auch meine Freizeitaktivitäten sausen lassen für den Job? Komme ich gut mit vielen anderen Menschen zurecht oder hat mir die Arbeit am Computer doch mehr zugesagt? Waren die Tätigkeiten interessant oder würde ich meine Berufswahl doch noch einmal überdenken? Diese und ähnliche Fragen erörtern die Praktikantinnen und Praktikanten spätestens beim Gespräch mit der betreuenden Lehrkraft und reflektieren damit ihre persönlichen Erfahrungen, um ihre persönliche Berufsorientierung voranzubringen. In einem mehrseitigen Praktikumsbericht müssen abschließend dann noch der Betrieb, für das Berufsfeld typische Tätigkeiten und eine persönliche Reflexion verfasst werden – für viele die Gelegenheit vor dem Eintritt in die Qualifikationsphase ihre Berufswahl zu konkretisieren.

Eine Besonderheit am AEG ist auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, das Praktikum in Paris zu absolvieren, wovon in diesem Jahr insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler Gebrauch gemacht haben. Diese Einsteiner sind in Chocolaterien, Bäckereien, Kindergärten und Grundschulen, aber auch in Computerfirmen tätig, um nur einige Beispiele zu nennen. Betreut werden diese Schülerinnen und Schüler wie in den vergangenen Jahren durch unseren ehemaligen Kollegen Rainer Dannenberg, dem wir an dieser Stelle ganz herzlich für sein Engagement danken. Wir sind schon sehr gespannt auf die Erfahrungen aus dem französischen Berufsleben.

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